Sportlich läuft es ja für RWE nur sehr mäßig und auch in der Außendarstellung gibt es noch große Verbesserungsmöglichkeiten, doch auf dem Feld der Musik hat RWE heute einen großen Erfolg errungen. Das großartige „Adiole“ von Siv Malmquist wurde heute zum europaweit besten Vereinslied gekürt. Aus der offiziellen Lobrede:
„Kein Verein in Westeuropa hat es jemals in so beeindruckender Weise geschafft, durch seine sportlichen Leistungen den Liedtext der eigenen Fan-Hymne ad absurdum zu führen. Wer den Deutschen unterstellt, keinen Humor zu haben, der ist noch nicht an der Essener Hafenstraße gewesen“
Nachfolgend hier der Text von "Adiole" ( bekannt auch als "Oh RWE")
Seit wir zwei uns gefunden,ooooh RWE
Kenn ich nur frohe Stunden,ooooh RWE
Ich hab den Himmel auf Erden, oooooh RWE
Schöner kanns nicht mehr werden, oooooh RWE
Ohne Sinn wär mein leben, ooooh RWE
Würde es dich nicht geben, ooooh RWE
Bei dir fühle ich mich geborgen, oooooh RWE
Freu mich heut schon auf Morgen, ooooh RWE
Refrain:
Die Welt für mich heißt du und ich
Wie Luft und Licht so brauch ich dich
Du bist mein ABC , mein großes Einmaleins
Wie ein Magnet ziehst du mich an,
die Welt für mich, die Welt für mich
heißt du und ich
Da der ganz große sportliche Erfolg in den letzten Jahren für RWE aber ausgeblieben ist, hat Siv Malmquist ihren wohl größten Hit nun modernisiert und um folgende Zeilen ergänzt:
Strophe 3:
Gegentore, auch gern späte, ooooh RWE
Kassieren wir und zwar viele, ooooh RWE
Und auch in der vierten Liga,ooooh RWE
Sind wir nur sehr selten Sieger,ooooh RWE
Refrain:
Ziehst du das Essener Trikot an,
verlernst du alles, was du kannst
hab keine Angst, es geht ganz schnell, du wirst schon sehn
Doch erst wenn du im nächsten Jahr,
dann wechselst zu ´nem Kleinstadtclub
Kehrt deine Form und der Erfolg blitzschnell zurück.
Strophe 4:
Auch die ewige Trainersuche, ooooh RWE
gerät langsam zur Farce oder Plage, ooooh RWE
der letzte der blieb nur´n paar Tage,ooooh RWE
wie´s weitergeht das ist die Frage,ooooh RWE
Refrain:
Wenn du auf Masochismus stehst
Und dann zur Hafenstraße gehst
Dann bist du dort am rechten Ort zur rechten Zeit
Auch in Verl, Worms und Oggersheim
Lädt man die Essener gerne ein,
denn gute Gäste nehmen selten etwas mit
Drum denke immer stets daran,
wenn bald der nächste Abstieg naht
in Essen steht die nächste Falltür stets parat.
/M/
Donnerstag, 7. Mai 2009
Freitag, 1. Mai 2009
Gestern war Fußball ...
und ich kam nicht völlig angepisst nach Hause. Die in meiner letzten Veröffentlichung in diesem Blog aufgestellte Forderung wurde von der Mannschaft an diesem Abend umgesetzt und ich rief, es war so ca. die 85. Spielminute, wirklich seit langem und aus voller Überzeugung lautstark RWE ins weite Viereck an der Hafenstraße. Schon in der ersten Halbzeit habe ich mir im Vergleich zu den letzten Spielen die Hände geradezu wund geklatscht. Auch wenn in einigen Zeitungen das Spiel keine positiven Kritiken bekommen hat, lege ich mich hier fest, dass es ein toller Fußballabend war. Meines Erachtens muss Fußball so sein. Wenn die Unsrigen, wer auch immer es sein mag, immer so spielen würden, könnten wir viele Siege bejubeln. Was aber noch viel wichtiger ist, eine solche Spielweise würde auch Niederlagen, und wären sie noch so zahlreich, erträglich und tollerierbar machen.
Der Sieg dürfte auch für die Mutter von Marcel beruhigend gewesen sein, musste sie doch dadurch nicht die Prügel ihres besoffenen Mannes einstecken und auch nicht den obligatorischen Versöhnungssex über sich ergehen lassen, bevor sie dann das Chaos, das ihr Mann in seiner Raserei angerichtet hatte, hätte aufräumen dürfen.
Holger
Der Sieg dürfte auch für die Mutter von Marcel beruhigend gewesen sein, musste sie doch dadurch nicht die Prügel ihres besoffenen Mannes einstecken und auch nicht den obligatorischen Versöhnungssex über sich ergehen lassen, bevor sie dann das Chaos, das ihr Mann in seiner Raserei angerichtet hatte, hätte aufräumen dürfen.
Holger
Sonntag, 12. April 2009
Aus Dem Tagebuch Des Marvin-Marcel Kowalski

( Wenn ich doch nur wüsste, wie man die Bilder größer macht....)
War gestern mit meim Papa in Worms gewesen. „Auswärtssieg, hat er gesagt, Worms is zuhause noch schlechter als RWE auswärts!“ Hab ich nicht verstanden, bin aber trotzdem mitgefahren. RWE war dann im Spiel zunächst gut gewesen, dann is der Kühne vom Platz geflogen und die Spieler von RWE sind auf einmal müde gewesen, denn Mittwoch war schon ein Spiel gewesen. Dann hat Worms in der 2.Halbzeit ein Tor geschossen und mein Papa hat seinen Bierbecher Richtung Zaun geschmissen. Hab ich nicht verstanden, Papa trinkt doch so gerne Bier, hat er aber schon in Wattenscheid gemacht, nur standen da noch RWE-Spieler unten am Zaun.Diesmal hat ein Ordner das Bier abgekriegt und alle haben gelacht. Nur der Ordner nicht. Worms hat dann gewonnen obwohl sie zuhause noch schlechter sind als RWE auswärts, weiß auch nicht wie das geht. Auffe Rückfahrt hat mein Papa dann ganz schlechte Laune gehabt, ganze Zeit Aggro Berlin gehört und dann hat auch noch Schalke gewonnen.
Wieder zuhause hat Papa mir dann meine Counterstrike CD weggenommen, „die brauch ich jetzt selber", hat er gesagt. Hab ich dann Resident Evil gespielt, is auch voll krass. Heute abend gucken wir zusammen Saw I-IV, mein Papa is echt okay, später möcht ich auch mal so werden wie er..
Marvin-Marcel Kowalski, 11 Jahre alt
/M/
Dienstag, 31. März 2009
Was ich gestern noch schreiben wollte ...
hat sich schon wieder überholt. Ich glaubte, eine Lösung gefunden zu haben, für die gsdfuowejhdb (für solche Situationen muss man neue Schimpfworte erfinden)Lage, in die unsere tolle Kindergartentruppe (das bezieht sich nicht auf das Alter der Spieler) mit ihrem ausgebufften Trainer, der das Training wahrscheinlich mit einer Spielzeugkelle in der Hand, einem Lolli, an dem jeder, der beim Torschusstraining wirklich auf das Tor geschossen hat, lecken darf, im Mund und mit einer schicken Mütze mit Polizei-Emblem, die im Übrigen viel zu groß ist, leitet, gebracht hat. Die Lösung sah so aus, dass ich mir versuchte einzubilden, wir kommen mit der Situation nicht klar, weil die Spannung fehlt! Nein, nicht die Mannschaft ist schlecht, sondern uns ist langweilig. In fast allen Spielzeiten, die ich mit RWE erleben durfte, ging es fast immer um Aufstieg oder Abstieg. Ich gebe zu, es ging häufiger um Abstiege, wenn nicht sogar um die und jetzt Achtung "Existenz des Mythos RWE"!! Doch diese Saison ist alles anders, glaubte ich. Wir spielen um den goldenen Apfel (der mir angeboten wurde als ich vor unzähligen Jahren stundenlang anstand, um eine Karte für das Pokalinale zu bekommen!!!!!!, den ich aber ablehnte). Wir müssen uns daran gewöhnen, dass nach oben nichts geht, dann lieben wir auch diese Mannschaft wieder, und uns darüber freuen, dass unten weit, weit, weit weg ist! Nämlich genau ein Spiel beim VFL Bochum II. Selbst diesen Gefallen tut uns unsere Mannschaft nicht. Die Spannung muss bleiben. Kein Spieler weiß, bei welchem Traditionsverein er eigentlich spielt, aber jeder Spieler scheint zu wissen, dass es für die Fans von großer Bedeutung ist, dass, wenn nach oben nichts geht, es wenigstens gegen den Abstieg gehen muss. Jungs, das packt ihr, nur noch sechs Punkte und ich stehe natürlich wie immer hinter euch!Spätestens dann, wenn der freundliche Stadionsprecher mich an meine Pflicht erinnert hat.
Ich verstehe Fußball nicht! Hoffentlich versteht ihr meine unglaublich langen, verschachtelten Sätze, die ich im übrigen extra so geschrieben habe, als eine Art Geheimschrift zur Abwehr unliebsamer Leser von anderern Fußballgrößen, wie den (wer zu letzt lacht, lacht über RWE)Sportfreunden aus Lotte oder dem SC Verl.
In der Hoffnung in Essen mal wieder eine Mannschaft zu sehen, die ich nicht unterstützen muss (Steigerlied ... und jetzt alle, aber ganz spontan und mit richtig Herzblut)sondern aus lauter Begeisterung über tolle sportliche Leistungen anfeuern darf, und dann auch anfeuern werde, werde ich mich jetzt vielleicht mal häufiger zu Wort melden! Gute Nacht Holger
Ich verstehe Fußball nicht! Hoffentlich versteht ihr meine unglaublich langen, verschachtelten Sätze, die ich im übrigen extra so geschrieben habe, als eine Art Geheimschrift zur Abwehr unliebsamer Leser von anderern Fußballgrößen, wie den (wer zu letzt lacht, lacht über RWE)Sportfreunden aus Lotte oder dem SC Verl.
In der Hoffnung in Essen mal wieder eine Mannschaft zu sehen, die ich nicht unterstützen muss (Steigerlied ... und jetzt alle, aber ganz spontan und mit richtig Herzblut)sondern aus lauter Begeisterung über tolle sportliche Leistungen anfeuern darf, und dann auch anfeuern werde, werde ich mich jetzt vielleicht mal häufiger zu Wort melden! Gute Nacht Holger
Sonntag, 15. März 2009
IMMER NOCH BESSER ALS KAFFEE UND KUCHEN
RWE 0 KÖLN II 0
In der Hoffnung, dass meine eher mäßig fußballbegeisterten Schwiegereltern ( “In welcher Liga spielt RWE denn jetzt ?” ) diese Zeilen niemals lesen: Ich habe einen Spätdienst herbeigeschwindelt, um anstatt einer Familienfeier diesem Spiel beizuwohnen. So viel nur mal zum Versuch der emotionalen Loslösung vom Club, den man in Anbetracht der Entwicklung bei RWE ja durchaus mal hätte probieren können……….
Und hat es sich gelohnt ? Wie immer, ein klares JEIN !
Bei 9 Punkten Rückstand zur Tabellenspitze war bei realistischer Einschätzung ohnehin nicht mehr viel drin, was irgendwie mit der Rückkehr in Liga 3 zu tun hat, aber auch wenn ich sehr gerne mal den Oberzyniker gebe, wenn RWE mal wieder die Fanselen enttäuscht – und das geschieht ja nun doch sehr häufig – man kommt einfach nicht davon los. Weil man sein ganzes Leben schon zum Stadion rennt, weil es trotz allem immer noch selbstgewählte Freizeitgestaltung ist, weil man sich den eigenen Masochismus ungern eingesteht ( obwohl man ihn schon längst erkannt hat) und natürlich weil Kaffee und Kuchen an einem Samstagnachmittag grundsätzlich immer die schlechtere Alternative darstellen.
Zum Spiel, ich fand es nicht so schlecht wie wohl die Mehrzahl der RWE-Fans, gegen einen guten Gegner wurden 5 hochkarätige Chancen vergeben. Köln II hatte ebenfalls 4 gute Chancen, die allesamt vom sehr starken Robin Himmelmann im RWE-Tor vereitelt wurden. Man darf gespannt sein, wer nächste Woche in Trier im Tor steht.
Überzeugend aus meiner Sicht noch Neumayr, Bührer und auch Stefan Lorenz, der bei aller leichterkennbaren Langsamkeit deutlich mehr Flankenversuche unternahm als bsw. Josef Kotula in RV-Position( aber quälend langsam ist er schon, der Stefan....).
Die Einwürfe von Michel Harrer erinnern an Rory Delap von Stoke City, diese Fähigkeit macht ihn fast schon zu einem Startelf-Kandidaten.
Silvio Pagano, meine Güte, der Mann scheint heftige Probleme zu haben. Ein Rechtsaußen, der konsequent mit dem Rücken zum gegnerischen Tor agiert, den Ball gar nicht schnell genug nach hinten loswerden kann und durch seine Körpersprache signalisiert:“Gib mir nicht den Ball, da müssen doch noch andere sein, die ihn haben wollen, der Neumayr, der Mainka….“
/M/
In der Hoffnung, dass meine eher mäßig fußballbegeisterten Schwiegereltern ( “In welcher Liga spielt RWE denn jetzt ?” ) diese Zeilen niemals lesen: Ich habe einen Spätdienst herbeigeschwindelt, um anstatt einer Familienfeier diesem Spiel beizuwohnen. So viel nur mal zum Versuch der emotionalen Loslösung vom Club, den man in Anbetracht der Entwicklung bei RWE ja durchaus mal hätte probieren können……….
Und hat es sich gelohnt ? Wie immer, ein klares JEIN !
Bei 9 Punkten Rückstand zur Tabellenspitze war bei realistischer Einschätzung ohnehin nicht mehr viel drin, was irgendwie mit der Rückkehr in Liga 3 zu tun hat, aber auch wenn ich sehr gerne mal den Oberzyniker gebe, wenn RWE mal wieder die Fanselen enttäuscht – und das geschieht ja nun doch sehr häufig – man kommt einfach nicht davon los. Weil man sein ganzes Leben schon zum Stadion rennt, weil es trotz allem immer noch selbstgewählte Freizeitgestaltung ist, weil man sich den eigenen Masochismus ungern eingesteht ( obwohl man ihn schon längst erkannt hat) und natürlich weil Kaffee und Kuchen an einem Samstagnachmittag grundsätzlich immer die schlechtere Alternative darstellen.
Zum Spiel, ich fand es nicht so schlecht wie wohl die Mehrzahl der RWE-Fans, gegen einen guten Gegner wurden 5 hochkarätige Chancen vergeben. Köln II hatte ebenfalls 4 gute Chancen, die allesamt vom sehr starken Robin Himmelmann im RWE-Tor vereitelt wurden. Man darf gespannt sein, wer nächste Woche in Trier im Tor steht.
Überzeugend aus meiner Sicht noch Neumayr, Bührer und auch Stefan Lorenz, der bei aller leichterkennbaren Langsamkeit deutlich mehr Flankenversuche unternahm als bsw. Josef Kotula in RV-Position( aber quälend langsam ist er schon, der Stefan....).
Die Einwürfe von Michel Harrer erinnern an Rory Delap von Stoke City, diese Fähigkeit macht ihn fast schon zu einem Startelf-Kandidaten.
Silvio Pagano, meine Güte, der Mann scheint heftige Probleme zu haben. Ein Rechtsaußen, der konsequent mit dem Rücken zum gegnerischen Tor agiert, den Ball gar nicht schnell genug nach hinten loswerden kann und durch seine Körpersprache signalisiert:“Gib mir nicht den Ball, da müssen doch noch andere sein, die ihn haben wollen, der Neumayr, der Mainka….“
/M/
Dienstag, 24. Februar 2009
Ein Samstag im Februar oder The end that came so fast oder einfach Game over
Aufbruchstimmung, Aufholjagd, Euphorie! Spontan mache ich mich Samstagmittag auf den Weg in die ungeliebte Stadt, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, nur noch Heimspiele zu besuchen. Doch die Verpflichtung neuer Spieler, der Sieg gegen die Fortuna aus Düsseldorf und der Wunsch nach Wundern lässt mich vorsichtig euphorisch werden. Ein Sieg gegen S04 und eine Woche gegen Kaiserslautern könnte ja eine neue, so herbeigesehnte, Stimmung hervorrufen.
Als ich mich dann von meinem im benachbarten Wohngebiet geparkten Wagen auf den Weg zur Arena mache, geniesse ich den ersten Sieg. Nicht auf überfüllten schlammigen Stadionparkplätzen geparkt, keinen Stau: alles richtig gemacht! Heute geht bestimmt noch mehr!
Also Karte gekauft, durch die Kontrolle und ab in meinen Block; S5. Zum ersten Mal darf ich diese wirklich absolut hässliche Turnhalle bedauern. Es ist kalt in der Hütte; eingepfercht zwischen zwei Leidensgenossen kann man die Gespräche der Spieler auf dem Platz verfolgen; man hat irgendwie das Gefühl, als würde gleich mit einen Hallenfilzball gespielt werden. Ein Stadion dieser Machart in Essen - bitte nicht. Aber egal, gleich geht es los! Aufholjagd!
Anpfiff! Doch die erste Vorfreude weicht mal wieder schnell. In den ersten 30 Minuten passiert nichts. Gar nichts. Doch plötzlich das Tor für RWE. Ohne dass es großartig herausgespielt ist, landet ein abgefälschter Ball bei Mainka, dessen Schuss zappelt schließlich im Netz. Bis zur Pause passiert wieder nichts. Egal; 1:0 Führung. Hauptsache irgendwie gewinnen. Doch dann Anpfiff zur 2. Halbzeit. Und irgendwie ist alles wie immer, denn plötzlich spielt nur noch S04 und kommt gefährlich vors Tor. RWE steht jetzt noch weiter von den Gegenspielern entfernt wie in der ersten Halbzeit. Kein Kampf, kein Wille ein zweites Tor zu treten. Vielleicht sind die Schalker ja auch so nett, die Punkte einfach so herzugeben; mögen vielleicht zumindest die Spieler in den roten Trikots denken. Und wieder typisch RWE: Zwei gegnerische Spieler prallen vor dem RWE- Strafraum zusammen, der Spieler in Rot-Weiss bleibt liegen. Den anderen Roten entgeht völlig, dass die Blauen sich erdreisten weiterzuspielen. Lieber bleiben Sie stehen, rudern mit den Armen, warten auf einen Pfiff oder sonst was. Und schon steht es 1:1. Ich wette mit meinem Sitznachbarn, dass wir 1:2 verlieren. Der mag nicht widersprechen. Von den Routiniers nichts zu sehen: Lorenz, Kotula, Kurth sind einfach nicht mehr vermittelbar. Mölders, heute irgendwie gehemmt oder vielleicht auch verletzt, vergibt ganz plötzlich zwei 1000%-ige Chancen. Wenn man mal eine Halbzeit hinter Torwart Maczkowiak verbracht hat, merkt man erstmal, welche Unsicherheit dieser ausstrahlt. Die Abstösse sind wieder unter aller Kanone. Von den 3 neuen Spielern ist auch nichts zu sehen. Zinke ist in der Abwehr wackelig, Wunderlich findet nicht statt. Was aber der Sportkamerad Neumayr anbietet, geht gar nicht. Langer Ball nach vorn, weit in die gegnerische Hälfte. Neumayr spurtet als erster über die Mittellinie, hat eine Menge Platz, es riecht nach Torchance. Doch plötzlich bleibt Neumayr stehen und schaut zum Linienrichter. Dieser läuft aber weiter und zeigt eindeutig an, dass dies kein Abseits ist. Anstatt jetzt wenigstens weiterzulaufen, dreht sich Neumayr unsicher zum Schiedsrichter und gibt den Ball verloren, während die Schalker nun keine Mühe mehr haben, den Ball zu erhaschen. Nächste Szene:Flanke vors Tor, Neumayr will den Ball nach hinten verlängern, köpft den Ball aber im 90° Winkel ins Seitenaus. Die nächste Ecke darf Neumayr treten. Der Ball kommt in bester Kiskanc-Manier in Kniehöhe an. Und immer wieder Neumayr....
Und dann dieser Trainer unter den Taktikfüchsen: wechselt in der 70 Minute einen defensiven Mittelspieler aus, zieht einen Innenverteidiger auf diese Position vor, um dann einen neuen Innenverteidiger einzuwechseln. So sieht bedingungslose Offensive aus. Sinn=0. Generell sieht man keine Unterschied zu den Leistungen zu den Spielen der Vorrunde. Taktik, Spielsystem? Alles wie gehabt. Erst 5 Minuten vor Schluss wird ein weiterer Stürmer eingewechselt, was aber auch nicht hilft, das Unvermeidliche zu verhindern. Konter S04. Ohne dass ich so schnell gucken kann, bringt Bührer in seiner bekannten Art einen Gegenspieler im Strafraum zu Fall. Der Schiedsrichter pfeift, die RWE Spieler gucken entsetzt. Darf der das? Darf er. Nach einer 3-minütigen Kindergartendiskussion versenkt S04 den Ball zum 2:1 im Tor. Jetzt haben es die Rot-Weißen wieder ganz eilig, was aber nichts bringt.
Abpfiff. Die Spieler wundern sich denn noch über die Schimpfkanonade, die Sie über sich ergehen lassen müssen und werden nach dem Spiel wieder von Ehre und Kampf schwafeln. Ich mache mich aus dem Staub. Beim Blick zurück auf die Veltins-Arena denke ich noch mal: „Was für ein hässliches Stadion!“. Gleichzeitig wird mir aber auch klar, dass wir sehr lange Zeit nichts mehr damit zu tun haben werden.
-A-
Als ich mich dann von meinem im benachbarten Wohngebiet geparkten Wagen auf den Weg zur Arena mache, geniesse ich den ersten Sieg. Nicht auf überfüllten schlammigen Stadionparkplätzen geparkt, keinen Stau: alles richtig gemacht! Heute geht bestimmt noch mehr!
Also Karte gekauft, durch die Kontrolle und ab in meinen Block; S5. Zum ersten Mal darf ich diese wirklich absolut hässliche Turnhalle bedauern. Es ist kalt in der Hütte; eingepfercht zwischen zwei Leidensgenossen kann man die Gespräche der Spieler auf dem Platz verfolgen; man hat irgendwie das Gefühl, als würde gleich mit einen Hallenfilzball gespielt werden. Ein Stadion dieser Machart in Essen - bitte nicht. Aber egal, gleich geht es los! Aufholjagd!
Anpfiff! Doch die erste Vorfreude weicht mal wieder schnell. In den ersten 30 Minuten passiert nichts. Gar nichts. Doch plötzlich das Tor für RWE. Ohne dass es großartig herausgespielt ist, landet ein abgefälschter Ball bei Mainka, dessen Schuss zappelt schließlich im Netz. Bis zur Pause passiert wieder nichts. Egal; 1:0 Führung. Hauptsache irgendwie gewinnen. Doch dann Anpfiff zur 2. Halbzeit. Und irgendwie ist alles wie immer, denn plötzlich spielt nur noch S04 und kommt gefährlich vors Tor. RWE steht jetzt noch weiter von den Gegenspielern entfernt wie in der ersten Halbzeit. Kein Kampf, kein Wille ein zweites Tor zu treten. Vielleicht sind die Schalker ja auch so nett, die Punkte einfach so herzugeben; mögen vielleicht zumindest die Spieler in den roten Trikots denken. Und wieder typisch RWE: Zwei gegnerische Spieler prallen vor dem RWE- Strafraum zusammen, der Spieler in Rot-Weiss bleibt liegen. Den anderen Roten entgeht völlig, dass die Blauen sich erdreisten weiterzuspielen. Lieber bleiben Sie stehen, rudern mit den Armen, warten auf einen Pfiff oder sonst was. Und schon steht es 1:1. Ich wette mit meinem Sitznachbarn, dass wir 1:2 verlieren. Der mag nicht widersprechen. Von den Routiniers nichts zu sehen: Lorenz, Kotula, Kurth sind einfach nicht mehr vermittelbar. Mölders, heute irgendwie gehemmt oder vielleicht auch verletzt, vergibt ganz plötzlich zwei 1000%-ige Chancen. Wenn man mal eine Halbzeit hinter Torwart Maczkowiak verbracht hat, merkt man erstmal, welche Unsicherheit dieser ausstrahlt. Die Abstösse sind wieder unter aller Kanone. Von den 3 neuen Spielern ist auch nichts zu sehen. Zinke ist in der Abwehr wackelig, Wunderlich findet nicht statt. Was aber der Sportkamerad Neumayr anbietet, geht gar nicht. Langer Ball nach vorn, weit in die gegnerische Hälfte. Neumayr spurtet als erster über die Mittellinie, hat eine Menge Platz, es riecht nach Torchance. Doch plötzlich bleibt Neumayr stehen und schaut zum Linienrichter. Dieser läuft aber weiter und zeigt eindeutig an, dass dies kein Abseits ist. Anstatt jetzt wenigstens weiterzulaufen, dreht sich Neumayr unsicher zum Schiedsrichter und gibt den Ball verloren, während die Schalker nun keine Mühe mehr haben, den Ball zu erhaschen. Nächste Szene:Flanke vors Tor, Neumayr will den Ball nach hinten verlängern, köpft den Ball aber im 90° Winkel ins Seitenaus. Die nächste Ecke darf Neumayr treten. Der Ball kommt in bester Kiskanc-Manier in Kniehöhe an. Und immer wieder Neumayr....
Und dann dieser Trainer unter den Taktikfüchsen: wechselt in der 70 Minute einen defensiven Mittelspieler aus, zieht einen Innenverteidiger auf diese Position vor, um dann einen neuen Innenverteidiger einzuwechseln. So sieht bedingungslose Offensive aus. Sinn=0. Generell sieht man keine Unterschied zu den Leistungen zu den Spielen der Vorrunde. Taktik, Spielsystem? Alles wie gehabt. Erst 5 Minuten vor Schluss wird ein weiterer Stürmer eingewechselt, was aber auch nicht hilft, das Unvermeidliche zu verhindern. Konter S04. Ohne dass ich so schnell gucken kann, bringt Bührer in seiner bekannten Art einen Gegenspieler im Strafraum zu Fall. Der Schiedsrichter pfeift, die RWE Spieler gucken entsetzt. Darf der das? Darf er. Nach einer 3-minütigen Kindergartendiskussion versenkt S04 den Ball zum 2:1 im Tor. Jetzt haben es die Rot-Weißen wieder ganz eilig, was aber nichts bringt.
Abpfiff. Die Spieler wundern sich denn noch über die Schimpfkanonade, die Sie über sich ergehen lassen müssen und werden nach dem Spiel wieder von Ehre und Kampf schwafeln. Ich mache mich aus dem Staub. Beim Blick zurück auf die Veltins-Arena denke ich noch mal: „Was für ein hässliches Stadion!“. Gleichzeitig wird mir aber auch klar, dass wir sehr lange Zeit nichts mehr damit zu tun haben werden.
-A-
Die Verfluchten ?
Da die jetzige Saison im Endeffekt schon jetzt komplett in den Sand gesetzt wurde, sollte man sich das Geld für einen Trainerwechsel sparen und stattdessen einen Clubpsychologen o.ä.engagieren, der als Außenstehender die Verhältnisse bei RWE einmal grundlegend durchleuchtet. Der Abstieg von RWE nimmt immer dramatischere Züge an, die Abwärtsspirale ist im vollen Gang und es muß doch analysiert werden können, warum Spieler bei RWE im Mannschaftsverbund ihr Leistungsvermögen nicht abrufen können, bei ihren nachfolgenden Clubs dann aber zeigen, dass sie sich zurecht Fußballprofis nennen. Es ist ja nicht so, als wären in den letzten Jahren ausschließlich Katastrophenkicker verpflichtet worden.
Karim Zaza, hat mit Aalborg einen Meistertitel geholt, danach in der Champions League gespielt, mit Masuch, Güvenisik, Guie-Mien, Brandy, Younga-Mouhani und Bemben spielen 6 ehemalige Spieler mit ihren jetzigen Clubs in der Spitzengruppe der 3. Liga mit. In der 2. Liga hält RWO mit drei letztjährigen RWE-Auswechselspielern scheinbar mühelos die Klasse.
Dagegen ist beim jetzigen Kader ( + Trainer) mittlerweile praktisch Leistungsunfähigkeit zu beobachten, dem Saisonziel hängt man so weit hinterher, wie ein Hochspringer, der anstatt die Latte zu reissen, direkt darunter herläuft.
Und dafür muß es Gründe geben. Gründe, die ich nicht kenne, die scheinbar auch keine Verantwortlicher erörtern kann.
Da ich aber an Flüche nicht glaube, die Begriffe Glück und Pech im Fußball ( und besonders bei RWE ) inflationär gebraucht werden, müssen bei RWE endlich sämtliche Strukturen, Seilschaften genauestens durchleuchtet werden und zwar von neutralen , außenstehenden Beobachtern.
Eine Vielzahl von Revierclubs sieht RWE sportlich nur noch aus weiter Ferne, wer hätte vor 3 Jahren auch nur eine Gedanken daran verschwendet, dass RWO nochmals 2 Klassen zwischen sich und RWE bringen würde….
Wenn der Abwärtstrend nicht endlich gestoppt wird, wird RWE sich bald auf Augenhöhe mit Westfalia Herne um den Rang als sechsthöchster Revierclub bewerben dürfen, wenn man überlegt, wie schnell es sportlich in den letzten 2 ½ Jahren abwärts ging, scheint der Abstieg in die NRW-Liga wahrscheinlicher als die Rückkehr in Liga 3.
/M/
Karim Zaza, hat mit Aalborg einen Meistertitel geholt, danach in der Champions League gespielt, mit Masuch, Güvenisik, Guie-Mien, Brandy, Younga-Mouhani und Bemben spielen 6 ehemalige Spieler mit ihren jetzigen Clubs in der Spitzengruppe der 3. Liga mit. In der 2. Liga hält RWO mit drei letztjährigen RWE-Auswechselspielern scheinbar mühelos die Klasse.
Dagegen ist beim jetzigen Kader ( + Trainer) mittlerweile praktisch Leistungsunfähigkeit zu beobachten, dem Saisonziel hängt man so weit hinterher, wie ein Hochspringer, der anstatt die Latte zu reissen, direkt darunter herläuft.
Und dafür muß es Gründe geben. Gründe, die ich nicht kenne, die scheinbar auch keine Verantwortlicher erörtern kann.
Da ich aber an Flüche nicht glaube, die Begriffe Glück und Pech im Fußball ( und besonders bei RWE ) inflationär gebraucht werden, müssen bei RWE endlich sämtliche Strukturen, Seilschaften genauestens durchleuchtet werden und zwar von neutralen , außenstehenden Beobachtern.
Eine Vielzahl von Revierclubs sieht RWE sportlich nur noch aus weiter Ferne, wer hätte vor 3 Jahren auch nur eine Gedanken daran verschwendet, dass RWO nochmals 2 Klassen zwischen sich und RWE bringen würde….
Wenn der Abwärtstrend nicht endlich gestoppt wird, wird RWE sich bald auf Augenhöhe mit Westfalia Herne um den Rang als sechsthöchster Revierclub bewerben dürfen, wenn man überlegt, wie schnell es sportlich in den letzten 2 ½ Jahren abwärts ging, scheint der Abstieg in die NRW-Liga wahrscheinlicher als die Rückkehr in Liga 3.
/M/
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